
Mein größter Schock meines bisherigen Lebens,war die Diagnose Herzkrank.
Als ich davon erfuhr,war ich 56 jahre.
Bis dahin hatte ich ein schönes, ausgeglichenes Leben.
Ich habe zwei Kinder,Michael und Susanne.Es ging nach Wunsch,erst ein Junge und dann ein Mädchen.Eigentlich war es aber egal,hauptsache gesund.Mein Mann und ich waren aber sehr glücklich darüber.
Es lief alles fantastisch,keiner war je ernsthaft krank.Wir waren eine kleine glückliche Familie.
Als die Kinder dann größer waren,bin ich wieder arbeiten gegangen.
Um meine Mutter die alleine lebte,kümmerte ich mich auch.
So hatte ich allerhand zu tun,es machte mir Freude und ich hatte nie lange Weile.
Wie so oft ,fuhr ich mit meiner Mutter zu ihrer Ärztin,sie litt unter Blutarmut,und mußte öfter zur Behandlung.
Gerade an diesem Tag,war Frau Dr. gerade in der Anmeldung.
Sie sah mich an und sagte" lassen sie sich mal den Blutdruck messen".Gesagt ,getan.
Das Ergebnis war 200 zu 120.Das war viel zu hoch,wußte ich aber erst als die Ärztin es mir sagte,sofort bekam ich eine Spritze und mußte mich auf eine Liege in einem Behandlungszimmer legen um auszuruhen.
Danach wurde noch mal gemessen.160 zu 80.Sie verschrieb mir Tabletten.
Da ich bisher nie krank war,bekam ich jetzt Angst,dies Gefühl hatte ich bisher nie.

Eine Woche ging ich dann jeden Tag zum messen,es stellte sich heraus das ich Bluthochdruck hatte.Also weiter Tabletten einnehmen.Das war für mich schon eine Katastrophe.Es wurde auch ein EKG und andere Untersuchungen vorgenomen.
So weit alles OK.
Da ich ja immer viel zu tun hatte,habe ich den Bluthochdruck nicht wahrgenommen.
Es wurde mir aber klar,wenn es mir ab und zu schwarz vor den Augen und leicht schwindelig wurde,daß es an dem Bluthochdruck lag.Ich hatte es aber nie ernst genommen,weil es nur kurz war.
Nach ca. einem halben Jahr dann,gab Frau Dr. die Praxis ab.Sie ging in Rente.
Ein Kardiologe übernahm dann die Praxis.Da er nur Herz kranke Patienten behandeln darf,mußten sich die Patienten sich einen Hausarzt suchen.Er bot aber allen eine Herzuntersuchung an.
Ich nahm das Angebot auch an,und was ich nie für möglich gehalten hätte,stellte er bei mir einen Herzklappenfehler fest.
Ich war am Boden zerstört,das war der Hammer,nie krank und dann sowas.
Meine Mutter wurde auf einmal auch sehr krank,sie mußte ins Krankenhaus,hatte Wasser in der Lunge,lag auf der Intensivstation.
Langsam ging es ihr immer besser und mir immer schlechter,Meine Luft blieb oft weg,war sehr schlapp und kaputt.
Es stellte sich aber heraus,das sie ohne Hilfe nicht mehr alleine leben konnte,sie war ja auch schon 88 Jahre.
Jetzt hatte ich echte Sorgen,denn mein Arzt hatte mir gesagt"das ich in absehbarer Zeit,eine Herzklappenoperation vornehmen lassen muß.
Da ich ja noch arbeitete,kümmerte ich mich um einen Pflegedienst.Essen auf Räder bekam sie ja schon lange,es schmeckte ihr auch immer sehr gut.Die selbe Organisation übernahm auch die Pflege.Natürlich war ich mehr bei ihr,als zu Hause.
Mein Mann hatte viel Verständnis,und half auch kräftig mit.
Die Ärzte im Krankenhaus hatten mir eine dringlichkeits Bescheinigung ausgestellt.
Da sie einen Platz im Pflegeheim benötigte.
Es viel mir sehr schwer,sie anzumelden.Ich wurde immer deprimierter,ich konnte nicht für meine Mutter sorgen.Mir ging es immer schlechter,die Luft blieb weg.
In fünf Pflegeheimen wurde sie angemeldet.Niemand machte mir Mut,daß wir schnell einen Platz bekommen würden.Dann ging es aber doch schnell,man rief mich Sonntags an,das sie Mittwochs kommen könne.
Nun konnte ich beruhigt ins Krankenhaus gehen,meine Mutter wurde rund um die Uhr versorgt.

Erst mal ging ich zur Herzkatheder Untersuchung ins Krankenhaus.
Ich hatte ein mulmiges Gefühl.Ich wurde auf ein vier Bett Zimmer gelegt.Wie es aussah,war ich dir jüngste.Aber die drei Frauen machten alle einen sympatischen Eindruck.Ich durfte nur eben schnell meine Sachen einräumen,dann mußte ich in die Untersuchungsräume.Es ging alles wieder von vorne los,genau wie bei meinem Kardiologen.Da soweit alles in Ordnung war,wurde die Untersuchung,auf den nächsten Tag gelegt.
Ich wußte was mir bevorstand ,mein Arzt hatte mich gründlich aufgeklärt.
Aber die Theorie ist immer anders als die Praxis.
Als ich dann wieder auf meinem Zimer war,haben wir vier uns nett unterhalten.
Da ich ihnen erzählt hatte,das ich noch nie krank war,haben sie mir viel Mut gemacht.Es sollte am anderen Morgen um acht Uhr los gehen.Frühstück bekam ich dann natürlich nicht.
Dann ging für mich der Horror los.Die Schwester kam,und sagte"es wird ein bißchen später".Ich war allein,die Zimmernachbarinnen waren irgendwo zur Untersuchung.
Mir wurde ziemlich schlecht und schwindelig,ich lag im Bett,aber ich dachte ich befände michauf einem Segelboot im Sturm.Dann wurde es langsam besser,aber ich hatte Angst.Die Nachbarinnen kamen wieder.Sie staunten das ich noch da war.Es gab Mittagessen,für mich natürlich nicht,aber ich hatte auch keinen Hunger.Dann ca. zwei Uhr wurde ich geholt.
Ich mußte vor dem Raum,wo der Katheder gemacht wird,noch warten.Aber nur kurz,dann ging es endlich los.

Nach den Erzählungen anderer,dauert so was ca. eine drei viertel Stunde.
Es begrüßten mich zwei Schwestern und ein Arzt,sie stellten sich auch mit Namen vor,alles war Vetrauen erweckend.Ich bekam ein Krankenhaushemd an.Zwischen dem Arzt und mir,war so etwas wie eine spanische Wand.Er machte mir in der Leiste einen Schnitt,wo er den Herzkatheder durchführen mußte.Ich war nur örtlich betäubt.Links neben mir war ein Bildschirm,wo ich sehen konnte wie der Katheder arbeitet.Es ging auch alles gut.Die Schwestern waren sehr nett zu mir.
Aber dann kam das Problem,die Kamera im Herzen hat alles aufgezeichnet und sollte nun wieder zurück.
Sie wollte aber nicht,der Arzt hat alles mögliche versucht,sie wieder zurück zu ziehen.Ich konnte das alles mit verfolgen.
Auf einmal war ein zweiter Arzt da,er stellte sich vor und machte noch einen Spaß.
Er schaffte es auch nicht,ich konnte alles über den Bildschirm verfolgen und bekam richtig Angst.Eine der Schwestern war aber neben mir und erzählte was lustiges.Man soll es nicht glauben,es kam der dritte Arzt.
Jetzt wurde mir aber sehr übel,er hatte sich auch mit Namen vorgestellt und versuchte sein Glück.Der Katheder ließ sich nicht zurück ziehen.
Die Schwester nahm meine Hand,sie merkte das ich Panik hatte,hielt mich ganz fest und redete beruhigend auf mich ein.
Ich hörte wie die Ärzte davon sprachen,den Katheder raus zu operieren.
Die Schwester hielt mich ganz fest,sie war super.
Dann war der vierte Arzt plötzlich da.Er begrüßte mich,sagte mir auch seien Namen und dann legte er los.
Ich konnte ja alles verfolgen,Es ging ganz langsam aber das Ding kam zurück.Alle waren sehr froh.Aber mein inneres war so aufgewühlt,ich war fix und fertig,und konnte mich gar nicht richtig freuen.

Ich wußte nun meine Herzklappe ist verkalkt,sie muß ausgewechselt werden.,sonst ersticke ich mit der Zeit.
Aber in diesem Moment habe ich gedacht,wenn ich hier raus komme,nie mehr Krankenhaus.
Ich war ja noch nicht fertig,man hat mich in einen Vorraum geschoben,der Schnitt in der Leiste,mußte ja noch verarztet werden.Erst mal mußte die Blutung gestillt werden,das dauerte eine ganze Weile,dann bekam ich einen Druckverband und einen schweren Sandsack auf die Seite gelegt.
Man sagte mir"ich muß jetzt sechs Stunden ganz ruhig auf den Rücken liegen bleiben".So dumm es klingt,aber das war für mich der nächste Terror,ich kann einfach nicht lange auf den Rücken liegen.Die nette Schwester brachte mich dann auf mein Zimmer.
Ich dankte noch mal herzlich für ihren Beistand.Sie meinte dann aber," das wäre doch selbstverständlich und ich wäre ja auch so tapfer gewesen,sie käme mich morgen besuchen".
Das was normaler Weise in einer drei viertel Stunde erledigt ist,dauerte bei mir ca. drei Stunden.Ich war so erschöpft und bin sofort eingeschlafen,"sagten mir die Nachbarinnen später".Als ich wach wurde,kam eine Schwester und hat mir etwas zu essen gebracht,sie sagte mir eindringlich"nicht bewegen,ganz ruhig liegen bleiben.Die Nachtschwester würde mir den Sack in ein paar Stunden entfernen.Aber ich solle bitte die ganze Nacht auf den Rücken liegen bleiben,es wäre sehr wichtig für die Heilung.Für mich war es schwer so liegen zu bleiben,ich bekam Hitzewellen und dann fror ich.
Mittlerweile schliefen die anderen,ich traute mich nicht,weil ich Angst hatte,nicht ruhig liegen zu bleiben.

Dann so ca. um ein Uhr kam die Nachtschwester,sie befreite mich von dem Sandsack."Sagte aber,bitte nicht drehen."Schlafen konnte ich nicht,wie ein Film rollte der ganze Tag noch einmal vor mir ab.Es war schrecklich,ohne das ich es wollte,fing ich ganz heftig an zu weinen,die Tränen rollten nur so.
Die Frau neben mir im Bett wurde wach,da sie ja laufen konnte,kam sie zu mir und tröstete mich.Ich war sehr froh nicht allein zu sein.Die Nachtschwester kam auch ein paar mal vorbei.Sie waren alle sehr nett.Am nächsten Morgen,war ich dann so müde,das ich doch noch einschlief.Als ich wach wurde,stand ein Arzt vor meinem Bett,er war auch sehr freundlich,schaute sich meinen Verband an,erlaubte dann mich zu bewegen,wenn ich aber aufstehen müßte,solle ich die Schwester rufen.
Das klappte dann alles sehr gut,aber Nachts hatte ich Alpträume.
Die Wunde heilte sehr gut,.konnte aber nicht mehr ruhig schlafen,jede Nacht den selben Traum,tagsüber total schlapp.Am fünften Tag bin ich entlassen worden.
Als ich dann zu Hause war,war ich sehr glücklich.Ich dachte, in meinem eigenen vier Wänden,könne ich wieder ruhig schlafen.
Aber es ar nicht so,wieder sah ich im Traum den Katheder in meinem Herzen und er wollte nicht zurück.Danach werde ich wach bin ganz benommen,traue mich nicht wieder einzuschlafen,denn ich möchte nicht wieder träumen.
Jetzt muß ich zu meinem Kardiologen und mit ihm besprechen,wie es weiter gehen soll.

Das du dir Zeit genommen hast um mich zu lesen.
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