Meine Nacht auf der Intensivstation.

Die Nacht und einen halben Tag auf der Intensivstation,habe ich einer vorhergegangenen

Herzklappenoperation zu verdanken.

Ich war an Kabeln angeschlossen,die mein Wohlbefinden ins Schwesternzimmer

sendeten,

da meine Herzfrequenz nicht so ganz in Ordnung war.

Es war früh am morgen da stürmten zwei Schwestern in mein Zimmer,sie nahmen

mein Bett und ehe ich mich versah,befand ich mich auf der Intensivstation.

Denken konnte ich in diesem Moment noch nicht,erst als ich die Ärzte sah,wußte ich was los war.

Da nahm ich auch erst wahr,das mein Bett wankte,als wäre ich in einem Boot auf hoher See.

Die Ärzte sagten mir."Meine Herzfrequenz wäre 176" also viel zu hoch.Es mußte was getan werden.

Das selbe hatte ich eine Woche vorher schon mal erlebt, bekam einen Elektroschock.

danach arbeitete mein Herz wieder normal.

Ich glaubte damals,,jetzt wäre das schlimmste überstanden.Aber ich hatte mich geirrt.

Das ganze ging von vorn los, ich war total unglücklich und ganz hilflos,mußte mich auf

die Ärzte verlassen.

Da sagten sie mir auch schon:" Wir müssen einen Elektroschock machen.

"Ich mußte meine Einwilligung geben,was sollte ich machen ,ich unterschrieb.

Die Narkose wirkte schnell,dann ging es wohl los.Als ich erwachte, stellte ich für mich fest,oh,das Bett wankt ja noch,was ist passiert?

Die Ärzte warteten bis ich richtig ansprechbar war,uns sagten mir dann,"Es hat nicht

 

 funktioniert,wir müssen schnell etwas anderes unternehmen."

Sie beratschlagten und riefen die Ärzte die mich operiert hatten an,denn die hatten den ersten Elektroschock vorgenommen.

Die Operation wurde in einem anderen Krankenhaus vorgenommen,dort blieb ich zehn Tage,zur weiteren Behandlung mußte ich dann in das Krankenhaus meiner Wahl.Wo ich meine Herzkatheder Untersuchung gemacht hatte,wollte ich auch wieder hin,weil das Personal und alles andere gut war.

Für mich war alles Neuland,ich war immer gesund und noch nie im Krankenhaus,und dann jetzt diese Herzklappenoperation,und natürlich bei der Geburt meiner zwei Kinder.

Sie kamen dann zu dem Ergebnis mir eine Infusion zu geben und natürlich Tabletten.

Diese Infusion ,erklärten sie mir, durfte nur ganz langsam,Tröpfchen für Tröpfchen in meinen

Körper gelangen.Ich müsse die ganze Nacht auf der Station bleiben.Mußte ja auch immer unter Kontrolle sein.

Da ich ja eine künstliche Herzklappe habe,Marcumar ,ein Blutverdünnungsmittel,einnehmen muß,darf ich keine Spritzen mehr bekommen.Das ein Leben lang.

Diese Intensivstation war sehr groß,ich schätze so 25 Patienten lagen dort,immer Wände dazwischen.

Mir war mulmig ums Herz,ich hatte große Angst,alles drehte sich, wankte hin und her.

Die Schwestern waren sehr nett,zu essen bekam ich auch etwas,ich weiß aber

nicht mehr was es war,denn ich hatte keinen Appetit.

Blieb nur ruhig liegen,mit der Infusion,sah wie es tropf ,tropf machte ganz langsam.

Dann kam der Abend,die Schwestern hatten Feierabend,verabschiedeten sich

freundlich,drei Pfleger übernahmen die Nachtwache.

Ich war wohl die einzige Patientin,die bei vollem Bewustsein war,und alles genau mitbekam.

Die anderen bekamen Schmerzmittel.Ich hatte ja keine Schmerzen,nur alles drehte sich um

mich,das Herz konnte aufhören zu schlagen.

Total müde war ich,konnte aber nicht schlafen,weil ich Angst hatte, nicht mehr aufzuwachen,horchte immer auf meine Herzklappe,denn die macht immer klapp,klapp.

Dann gingen die Lichter aus,es brannte nur noch die Notbeleuchtung,ein Pfleger bot mir eine Schlaftablette an,er meinte es wäre sinnvoll sie zu nehmen,in der Nacht wäre allerhand los.

Aber ich lehnte ab,meine Angst war zu groß,weil ich noch keinen Fortschritt bei mir feststellte.

Durch die Notbeleuchtung ,wirkte alles sehr unheimlich und außerirdisch,die Apparate blinkten

in allen möglichen Farben.

Vor her hatte ich das nicht so empfunden,aber in der Nacht sieht alles anders aus.

,Die ganzen Maschinen an die die Menschen angeschlossen waren,machten

 schaurige Geräusche.Neben mir konnte ich ja nichts sehen,aber gegenüber

die ganze Seite konnte ich überblicken.Die Apparate blinkten,klickten und

rappelten nur so,das dollste aber war,viele Patienten die vorher geschlafen hatten wurden wach.

Sie hatten wohl Schmerzen,schrien nach den Pflegern,einer wollte aus dem Bett klettern,ich konnte es alles sehen.Die Apparate klickten wie verrückt,aber die Pfleger kümmerten sich sehr gut um alle.Das geschreie und gewimmere ging die ganze Nacht weiter.Es war wie auf einer Geisterbahn,richtig unheimlich,für jemanden der bei vollem Bewustsein war,einfach der Horror.

Da ich ja sowie so viel Angst hatte,kam ich einfach nicht zur Ruhe.Ein Pfleger sah aber auch öfter nach mir,fragte wie es mir geht,er merkte wohl das ich Angst hatte,er tröstete mich,"Ist ja nur eine Nacht".

Am nächsten Morgen so ca. 10 Uhr ,war mein Tropf durchgelaufen,da ich ja auch noch Tabletten einnehmen mußte ging es mir wirklich besser.

Bis zum Nachmittag mußte ich noch auf der Station bleiben,es wurde noch alles gründlich untersucht.Dann wurde ich wieder auf mein Zimmer gebracht.Natürlich zur Kontrolle wieder mit Kabeln verbunden.

Ich war sehr froh,wieder auf der normalen Station zu liegen.

Diese Nacht,die für mich der Horror war,werde ich wohl nie vergessen.

 

                                                         

.                   Das du dir die Zeit genommen hast,mich zu lesen.

 

 

 

 

 

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