(Stand: 25. April 2008)
Vorhofflimmern gehört insbesondere bei älteren Menschen zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen.
Rund zehn Prozent der über 80-Jährigen sind davon betroffen.
Beim Vorhofflimmern zieht sich die Vorhofmuskulatur des Herzens ungeordnet und schnell zusammen.
Grund sind kreisende elektrische Erregungen, die mit einer erhöhten Entstehungsrate von
Blutgerinnseln in den Vorhöfen (Vorhofthromben) verbunden sind.
Ein Vorhofflimmern lässt sich durch ein Elektrokardiogramm (EKG) erkennen und kann durch eine
so genannte Kardioversion (elektrisch oder medikamentös) wieder in den normalen
Herzrhythmus (Sinusrhythmus) überführt werden. Bei einem neu aufgetretenen Vorhofflimmern
sind die Therapieerfolge größer als bei einem chronischen Verlauf. Bei chronischem Vorhofflimmern
und zusätzlichen Risikofaktoren sollten blutverdünnende Medikamente (Antikoagulanzien)
dauerhaft eingenommen werden.
Ein Vorhofflimmern ist selbst nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann aber zu schweren
Folgeschäden führen. So steigt das Risiko für thrombembolische Ereignisse wie Schlaganfälle
und kardiovaskuläre Begleiterkrankungen mit entsprechenden Komplikationen wie zum Beispiel
einem Herzinfarkt. Einem Vorhofflimmern kann vorgebeugt werden, indem begünstigende
Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus oder Bluthochdruck rechtzeitig
behandelt werden.
Zudem sollten erste Anzeichen wie Luftnot oder Kurzatmigkeit ernst genommen werden.
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